Die Griesgrabenhöhle (1851/203) auf der Schneealpe

Bereits im Sommer 1997 wurde von der Forschergruppe Neunkirchen auf der Schneealpe ein großes Höhlenportal gesichtet. Doch erst im Juni 2000 wurde dieses aufgesucht und damit die erste Großhöhle der Schneealpe entdeckt. Bis zum November wurde die Höhle in 7 Fahrten gemeinsam mit Wiener Höhlenforschern auf 1303 m Länge vermessen.
Sie ist die derzeit zwölftlängste Höhle des Arbeitsgebietes des Landesvereins für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich. Es sind allerdings noch einige offene Fortsetzungen vorhanden.

Die Griesgrabenhöhle liegt in 1450 m Seehöhe in der Nähe der Öden Kirche im westlichen Teil der Schneealpe, etwa 3 km NNO von Krampen. Sie ist eine labyrinthartig verzweigte Horizontalhöhle von alpinem Gepräge (Fotos)(Plan Teil1)(Plan Teil2).

Trotz der relativ großen Ganglänge erstreckt sich die Höhle nur über einen Bereich von ca. 100 x 100 m. Überlagerungen sind auch eher selten, so dass sich ein dicht mit Höhlenräumen besetztes Grundrissbild ergibt. Große Gänge und Hallen wechseln mit engräumigen Strecken. Mehrmals mussten Engstellen erst vom sperrenden Blockwerk befreit werden. Auffallend sind die teils mächtigen Sandablagerungen und der vielfältige Tropfsteinschmuck.

Wilhelm Morgenbesser  

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